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Glossar

Begriffserklärungen rund um die Themen Schrumpf- und Schutzschlauch, Kabelkonfektion, Kunststoffe uvm.

A

Von AWG (American Wire Gauge) bis Aufteilkappe

American Wire Gauge, abgekürzt AWG, ist eine Kodierung für Drahtdurchmesser. Sie kennzeichnet elektrische Leitungen aus Litzen und massivem Draht und wird vor allem in der Elektrotechnik zur Bezeichnung des Querschnitts von Adern verwendet.

Einzelne Leitung zum Transport von elektrischer Energie.

Aderendhülsen dienen zum Schutz von abisolierten Enden von Litzenleitungen.

Ankerbinder sind Kabelbinder, die mit einem Befestigungsanker zur Fixierung an Maschinenbauteilen ausgestattet sind.

Wärmeschrumpfendes Formteil zur Abdichtung von mehradrigen Kabeln und Leitungen.

B

Von Bordnetz bis Brennbarkeit

Als Bordnetz wird die Gesamtheit aller elektrischen Komponenten in Fahrzeugen, wie PKW, Nutzfahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen und Bahnen bezeichnet.

Reaktion von (Werk)Stoffen mit Sauerstoff, bei der Wärme freigesetzt wird. Die Brennbarkeit wird meist anhand von Brandprüfungen, z.B: UL 224 VW-1, UL94, DIN4102 & FMVSS 302 eingestuft.

C

Von Crimpen bis chemische Beständigkeit

Das Crimpen ist eine mechanische Verbindungstechnik, bei der die Verbindung durch das Zusammenquetschen von metallischen Hülsen, den Crimphülsen, erfolgt.

Spezifische Widerstandsfähigkeit eines Materials gegenüber Chemikalien.

D

Von DIN bis Durchschlagfestigkeit

Abkürzung für Deutsches Institut für Normung. Sitz ist in Berlin (Deutschland).

Die Durchschlagfestigkeit eines Isolierstoffes ist die elektrische Feldstärke, welche in ihm am höchsten herrschen darf, ohne einen Spannungsdurchschlag zu erzeugen. Der Wert wird oft in der Dimension kV/mm angegeben.

E

Von EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit) bis Erde (Schutzleiter)

EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit) bezeichnet die Störfreiheit elektrischer oder elektronischer Geräte mit ihrer Umgebung.

Kabelbinder aus Edelstahl verfügen über eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber hohen Temperaturen und aggressiven Chemikalien.

Elastomere sind formfeste, aber elastische Kunststoffe, die sich bei Zug- oder Druckbelastungen verformen, dann aber wieder in ihre usprüngliche Form zurückfinden.

Wärmeschrumpfende Endkappen sind als Endabschluss von Kabeln, Leitungen und Seilen geeignet und dienen dem Schutz vor Staub, Verschmutzung und Feuchtigkeit.

Ein Schutzleiter ist ein elektrischer Leiter zum Zweck der Sicherheit, zum Beispiel zum Schutz gegen elektrischen Schlag.[1] Das Kurzzeichen für den Schutzleiter ist PE (englisch protective earth). Aufgabe des Schutzleiters in elektrischen Systemen ist der Schutz von Lebewesen im Falle eines Fehlers. Die farbliche Kennzeichnung für den Schutzleiter ist grün-gelb.

F

Von FEP (Fluorethylen-Propylen) bis FMVSS (Federal Motor Vehicle Safety Standards)

Kurzzeichnen für den Kunststoff Fluorethylen-Propylen. Wird unter anderem für die Herstellung von Isolier- und Schrumpfschläuchen verwendet und ist Beständig gegenüber hohen Temperaturen und verschiedenen Chemikalien.

FMVSS steht für Federal Motor Vehicle Safety Standards und ist eine Gruppe technischer Vorschriften für Baugruppen und Bauteile von Kraftfahrzeugen.

G

Von Geflechtschlauch bis Gummitüllen

Geflechtschläuche sind besonders flexible Schutzschläuche, die aus verschiedenen Kunstoffen, z.B. Polyamid 6.6, Polyester oder Polypropylen gefertigt werden können. Durch Einzelfäden in verschiedenen Stärken sowie verschiedene Flechtkonstruktuktionen können besonders abriebsfeste Ausführungen oder Schutzschläuche mit hohen Aufweitraten hergestellt werden.

Gewebeschläuche sind Schutzschläuche, die aus textilen Fasern gewebt, geflochten oder gestrickt sind.

Ein Glasseidenschlauch ist ein aus Glasseidengarn geflochtener Schlauch. Glasseidenschläuche werden als unbeschichteter Rohschlauch, beschichtet mit Silikon, PUR oder Acryl und in imprägnierten Ausführungen hergestellt.

Gummitüllen sind dehnbare Schlauchtüllen, die sich mittels einer Dreidornzange aufweiten und auf das Objekt, z.B. Kabel schieben lassen.

H

Halogenfrei sind Stoffe, die keine Halogene wie z. B. Chlor (Cl), Brom (Br), Jod (J) oder Fluor (F) enthalten. Halogenfreie Schrumpf- und Isolierschläuche wurden entwickelt um hohe Toxizität und Rauchgasdichte von abbrennenden Leitungen und Kabeln zu minimieren. Halogenfreie Schläuche, sowie Kabel und Leitungen werden überwiegend in öffentlichen Gebäuden und im Personenverkehr eingesetzt.

I

Ein Isolierschlauch ist ein Schutzschlauch aus Kunststoff, der Kabel- und Leitungen vor äußeren Einflüssen isoliert und schützt.

J

Für diesen Buchstaben gibt es keine Begriffe.

K

Von Kabelbaum bis Kynar®-PVDF (Polyvinylidenfluorid)

Ein Kabelbaum ist eine Bündelung von einzelnen Leitungen, die Signale (Information) oder Arbeitsströme (Energie) übertragen. Die Kabel werden in einzelnen Kabelsträngen z. B. durch Kabeldriller, Kabelbinder, Schrumpfschläuche, Isolierschläuche oder Wellrohre zusammengefasst.

Kabelbinder sind universell einsetzbare Befestigunselemente. Sie wurden zur einfachen und schnellen Bündelung von Kabeln entwickelt. Heute gibt es viele Anwendungsbereiche. Kabelbinder wurden daher weiterentwickelt und sind in vielen Ausführungen erhältlich.

Markierungen, z.B. hergestellt aus bedruckten Schrumpfschläuchen, zur Markierung und Kennzeichnung von Kabeln.

Korrosion nennt man die Reaktion eines Werkstoffes mit seiner Umgebung. Um diese Reaktion zu vermeiden, werden oft Schrumpfschläuche als Korrosionsschutz eingesetzt.

Kynar® ist der Markenname der Arkema-Gruppe für den Werkstoff PVDF (Polyvinylidenfluorid).

L

Von Leitung bis Lötverbinder

Elektrische Leitungen bestehen aus metallischen elektrischen Leitern und einer isolierenden Umhüllung. Mehrere gegeneinander isolierte Leiter (Adern) zusammengefasst bezeichnet man als Leitung bzw. Kabel.

In der Elektrotechnik ist die Litze ein aus Einzeldrähten bestehender leicht zu biegender elektrischer Leiter. Meist wird Kupfer in elektrischen Kabeln als Leiter verwendet.

Wärmeschrumpfende Schläuche schrumpfen sowohl im Durchmesser als auch in der Länge. Der Längsschrumpf muss beim Ablängen der Schläuche berücksichtigt werden.

Einfache, schnelle Isolierung und Verbindung von Kabeln.

M

Von Markierungssschrumpfschlauch bis Mittelwandige Schrumpfschläuche

Flachgewalzter Schrumpfschlauch aus Polyolefin mit erhöhter Schrumpfrate, der sich durch seine spezielle Oberflächenbeschaffenheit sehr gut für die Bedruckung mit Thermotransferdruckern eignet.

Sie werden meist aus Polyolefin (Ausnahme Elastomer) gefertigt, weisen ein erhöhte Schrumpfrate auf und eignen sich besonders für hohe mechanische Beanspruchungen. Mit optionaler Innen-Kleberbeschichtung bieten sie zudem einen hervorragenden Schutz gegen Witterungseinflüsse.

N

Nylon ist der Handelsname für Polyamid 6.6, wird z.B. für die Herstellung von Kabelbindern verwendet.

O

Für diesen Buchstaben gibt es keine Begriffe.

P

Von PET (Polyester) bis Prüfmittel

Polyethylenterephthalat (PET) ist ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie Polyester und wird zur Herstellung verschiedener technischer Schläuche verwendet.

Polypropylen (PP) ist ein thermoplastischer Kunststoff und gehört zur Gruppe der Polyolefine. Es wird unter anderem für die Herstellung von Wellrohren verwendet.

Polytetrafluorethylen ist ein Fluorpolymer mit einer hohen Temperaturbeständigkeit bis +260°C. PTFE wird auf Grund der guten Beständigkeit oft als Beschichtung eingesetzt, wo aggressive Chemikalien vorkommen. BIT bietet Isolierschläuche und Schrumpfschläuche aus PTFE an.

Polyvinylchlorid (PVC) ist ein günstiger und vielseitig Einsetzbarer Werkstoff. PVC ist beständig gegen Säuren, Laugen, Alkohole, Fette, aliphatische Kohlenwasserstoffe, Benzin (nur Hart-PVC), Waschmittel. BIT bietet Isolierschläuche aus Weich-PVC und Schrumpfschläuche aus Weich- und Hart-PVC an.

Polyvinylidenfluorid (PVDF) ist ein Fluorkunststoff mit sehr guter thermischer und chemischer Beständigkeit. PVDF Schrumpfschläuche werden oft im Bereich der Messtechnik eingesetzt.

Als Perforation bezeichnet man die Durchlochung von flachen Gegenständen. Schrumpfschläuche können perforiert angeboten werden, damit der Endanwender die endlos aufgewickelte Ware leicht voneinander trennen kann.

Polyamide sind thermoplastische Kunststoffe, die zur Herstellung von extrudierten Schläuchen, Geflechtschläuchen, Wellrohren oder Kabelbindern verwendet werden.

Die zur Gruppe der Polyolefine zählenden Kunststoffe (Ethylen-, Propylen- und Butylenpolymere) sind teilkristalline Thermoplaste. Sie zeichnen sich im allgemeinen durch eine gute chemische Beständigkeit, hohe Zähigkeit und Reißdehnung sowie gute elektrische Isoliereigenschaften aus.

Messgerät, das in der Produktion zur Sicherung der Produktqualität eingesetzt wird.

Q

Ein Qualitätsmanagementsystem umfasst Maßnahmen zur Steuerung, Planung und Optimierung von Prozessen. Die ISO 9001 ist eine Norm für Qualitätsmanagementsysteme. Die Anforderungen werden in dieser Norm festgelegt.

R

Die RAL-Farben sind normierte Farben. Jeder Farbe ist eine eindeutige Nummer zugeordnet. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise die Farbe von Schläuchen präzise kommunizieren, ohne dass ein Farbmuster übergeben werden muss.

S

Von Schrumpfmuffe / Schrumpfmanschette bis Spiralband

Eine Schrumpfmuffe wird verwendet, um die Verbindung von Kabeln vor Wasser und äußeren Einflüssen zu schützen.

Ein Schrumpfofen oder Schrumpftunnel wird verwendet, um Bauteile gleichmäßig durch die Zufuhr von Heißluft zu umschrumpfen.

Die gängige Notation hier ist x:1, wobei ‚x’ das Vielfache der Größe des ursprünglichen Innendurchmessers im Verhältnis zum Innendurchmesser nach Vollschrumpfung bezeichnet. So könnte z.B. ein Schrumpfschlauch mit einem Innendurchmesser von 4,8 mm und einer Schrumpfrate von 2:1 bis auf 2,4 mm Innendurchmesser „herunter“ geschrumpft werden.

Ein Kunststoffschlauch, der sich unter Hitzeeinwirkung zusammenzieht, üblicher Weise durch Zufuhr von Heißluft. Alternativ hierzu gibt es auch als Kaltschrumpfschläuche bezeichnete Varianten, die ohne äußere Hitzeeinwirkung kontrahieren. Allen Schrumpfschläuchen ist gemein, dass sie primär als schützende und/oder elektrisch isolierende Hülle für das umschrumpfte Material dienen.

Gradzahl (üblicherweise in Celsius), ab der sich ein Schrumpfschlauch zusammenzuziehen beginnt. Diese hängt primär vom Material oder Werkstoff des betreffenden Schrumpfschlauchs ab. So beginnt sich etwa ein aus Polyolefin gefertigter Standardschrumpfschlauch bei knapp über 90°C zusammenzuziehen, während ein PTFE-Schrumpfschlauch erst ab ca. 330°C anfängt zu schrumpfen.

Schrumpftüllen sind wärmeschrumpfende Schlauchabschnitte.

Kennzahl bei Elastomeren und gummiartigen Polymeren zur Bezeichnung der relativen Werkstoffhärte. Diese bestimmt sich direkt aus der gemessenen Eindringtiefe in den jeweiligen Werkstoff.

Im Bereich technischer Schläuche werden verschiedene Silikonkautschukverbindungen genutzt. Diese Verbindungen zeichnen sich regelmäßig durch hohe Flexibilität, häufig aber auch durch starke Beständigkeit gegenüber Chemikalien und Witterungseinflüssen aus. Viele sind zudem physiologisch unbedenklich, womit sie sich für den Einsatz in der Lebensmittel- und Medizintechnik gut eignen.

Ein oft pistolenförmiges Werkzeug zur einfachen und schnellen Montage von Kabelbindern. Die meisten Modelle bieten Reglungsvorrichtungen zur Wahl verschiedener Zugkraftstärken.

Ein zum Wendel gewundener Kunststoffhalbschlauch (auch „Spiralschlauch“), der wegen seiner versetzten Segmentierung häufig beim Bündeln extrem flexibler Kabel und Leitungsstränge Verwendung findet.

T

Von Talkum bis Thermotransferdruck

Talkum ist ein sehr häufig vorkommendes Schichtsilikat. Fein gemahlen wird Talkum unter anderem als Trennmittel für Kabel oder Schläuche, insbesondere Silikonschläuche, verwendet.

Beim Thermotransferdruck wird eine mit temperaturempfindlicher Farbe beschichtete Folie zwischen Schlauch und Thermodruckkopf gespannt. Dabei besteht der Druckkopf aus einer Vielzahl einzelner Heizelemente, welche das Druckbild über die Folie auf den Schlauch übertragen. Thermotransferdruck zeichnet sich im allgemeinen durch höheren Oberflächenglanz aus als beim Druckbild vergleichbarer Verfahren, kann Halbtöne aber nur gerastert auf dem Kunststoff abbilden, da sich die Farbschicht der Folie immer nur vollständig lösen lässt.

U

Von UL (Underwriters Laboratories) bis UL-Zulassung

Eine unabhängige Organisation mit Hauptsitz im Bundesstaat Illinois, Vereinigte Staaten, welche Erzeugnisse hinsichtlich ihrer Sicherheit und Unbedenklichkeit zertifiziert. Hierzu prüft UL Komponenten, Materialien, Produkte und Systeme im Hinblick darauf, ob sie spezifische Vorgaben erfüllen. Solange sie diesen Ansprüchen genügen, dürfen die so geprüften Erzeugnisse das kostenpflichtige UL-Prüfzeichen tragen.

Auch als UL-Standards, UL-Zertifizierungen oder -Zulassungen bezeichnet. Dies sind spezifische Vorgaben, die ein Erzeugnis erfüllen muss, um das UL-Prüfzeichen tragen zu dürfen. Im Bereich technischer Schläuche sind dabei vor allem die folgenden UL-Vorgaben von Interesse: UL 94: Test zur Brennbarkeit von Kunststoffen, UL 224: Anforderungen speziell für extrudierte Schrumpf- und/oder vernetzte Schläuche und UL 1441: Anforderungen speziell für beschichtete Schläuche zur elektrischen Isolierung.

V

Von VW-1 bis Viton®

Testverfahren zur Bestimmung der Brennbarkeit eines Materials. Dieses Testverfahren ist als Referenz-Standard im UL 1581 für elektrische Drähte, Kabel und Leitungen gelistet und findet so etwa im Rahmen der UL 224 Prüfung Anwendung.

Als Vernetzung bezeichnet man im Bereich von polymeren Werkstoffen die chemische Reaktion, die zu einer Verknüpfung von Makromolekülketten untereinander und somit zur Bildung von Netzwerken führt. Vernetzung verleiht technischen Kunststoffen die mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften von Hochleistungskunststoffen.

Warenbezeichnung für Fluorelastomere der Firma DuPont Performance Elastomers LLC mit Hauptsitz im Bundesstaat Delaware, Vereinigte Staaten. Als hochpreisiger flexibler Werkstoff zeichnet sich Viton® neben relativ hoher Temperaturresistenz vor allem durch ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber Chemikalien und Kohlewasserstoffen– insbesondere Ölen, Säuren und Treibstoffen – aus.

W

Ein Wellrohr ist ein Rohr aus starrem Kunststoff, z.B. PP oder PA, welches durch seine Wellung flexibel wird.

X

Für diesen Buchstaben gibt es keine Begriffe.

Y

Für diesen Buchstaben gibt es keine Begriffe.

Z

Zugentlastungen sind mechanische Schutzvorrichtungen an flexiblen Schläuchen und Leitungen. Sie sichern die Komponenten an den Übergangsstellen.